Inhaltsangabe - Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer

Inhaltsangabe: Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer

Inhalt

Emmi Rothner, 34, glücklich verheiratet, möchte ihr Abonnement bei der Zeitschrift „like“ kündigen. Da sie sich jedoch vertippt, geht die Nachricht mehrmals an Leo Leike, 36, Sprachpsychologe an der Uni. Nach einigen Mails auf beiden Seiten bricht der Kontakt für längere Zeit ab. Erst zu Weihnachten landet wieder eine Nachricht in Leos Mailbox – eine automatisch generierte Weihnachts-Glückwunsch-Massenmail. Ironischerweise erfährt Leo genau an diesem Abend, dass seine langjährige Beziehung mit Marlene definitiv in die Brüche gegangen ist. Trotz dieses emotionalen Tiefschlags schreibt er Emmi zurück. Ihr Kontakt wird immer reger und die Inhalte immer persönlicher. Leo braucht diesen Austausch, um über den Verlust von Marlene hinweg zu kommen, während Emmi ihn als Abwechslung zu ihrem Familienleben betrachtet. So kreieren sich beide ihren jeweils perfekten imaginären Partner und der Kontakt wird dadurch noch intensiver. Einmal kommt es sogar zu einer Art Treffen, wobei sie sich an einem Ort verabreden, sich aber nicht zu erkennen geben. Dennoch sind sich beide nach dem Treffen ziemlich sicher, den anderen gesehen zu haben. Weitere Treffen scheitern jedoch; einmal kommt der überraschende Tod von Leos Mutter in die Quere und ein anderes Mal verdächtigt Emmi Leo fälschlicherweise, sie als Objekt für seine Arbeit als Sprachpsychologen zu benutzen.

In der Folge wird ihre Beziehung immer intensiver und wird teilweise sogar mit sexuellen Komponenten angereichert. Einmal geht es soweit, dass Emmi Leo mit ihrer besten Freundin Mia verkuppeln will. Dies klappt jedoch nicht wie gewünscht, denn die beiden merken, dass Emmi sie nur als Marionetten benutzte. Sie entscheiden daher miteinander zu schlafen, um Emmi eins auszuwischen – was ihnen auch gelingt. Doch auch diese Krise meistert die Beziehung und es baut sich eine immer grössere Spannung auf zwischen den beiden, die sich in einem Treffen hätte entladen sollen, doch genau an jenem Tag bricht Emmis Ehemann Bernhard zusammen und sie muss sich um ihn kümmern. Den Grund für den Zusammenbruch erfährt Leo kurze Zeit später per Mail – von Bernhard. Darin gesteht dieser, dass er in Emmis Sachen gewühlt hat, um herauszufinden, warum sich Emmi immer mehr von ihm distanzierte. Er bittet Leo in diesem verzweifelten Hilferuf sogar darum, sich mit Emmi zu treffen, mit ihr zu schlafen und sie dann in Ruhe zu lassen. Doch Leo kann und will ihm diesen Wunsch nicht erfüllen. Ihm wächst die ganze Sache über den Kopf und er sieht nur noch eine Möglichkeit: Flucht! Er löscht seinen e-Mailaccount und entscheidet sich, für zwei Jahre nach Boston zu fahren. Emmi bleibt nichts mehr ausser den automatisch generierten Fehlermeldungen von Leos Systemmanager…

Charakteranalyse

Leo Leike: Ist 36 Jahre alt, arbeitet an der Uni als Sprachpsychologe und untersucht dort das Transportieren von Emotionen in e-Mails. Er hatte davor über mehrere Jahre eine Beziehung mit Marlene, die jedoch mehr von den vielen Trennungen und Versöhnungen lebte als vom eigentlichen Zusammensein. Einmal war er sogar bereit, Marlene einen Heiratsantrag zu machen, doch statt einer Antwort von Marlene erhielt er eine weitere e-Mail von Emmi – ein Wink des Schicksals?

Auf jeden Fall schätzt er es in der Folge sehr, mit Emma zu schreiben und sich dadurch ein eigenes Bild von ihr zu kreieren. Er benutzt sie quasi als Therapie gegen Marlene. Zu Beginn macht es ihm Spass, sich eine Person zu den Mails zu konstruieren, doch langsam wird aus dem Spass Ernst und es entwickeln sich gar erotische Phantasien. Am Ende wird es ihm dann aber zu kompliziert, zumal sich auch noch Emmis Ehemann in die Sache einmischt, und er beschliesst für 2 Jahre nach Boston zunziehen.

Emmi Rothner: Ist 34 Jahre alt und arbeitet im Bereich Webdesign. Sie ist glücklich verheiratet mit Bernhard, der bereits zwei Kinder (11, 15) mit in die Ehe brachte. Bernhards Ehefrau ist bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen und in der Folge war es Emmi, die, obwohl sie 14 Jahre jünger ist als Bernhard, sich um die Familie kümmerte. Sie lernte Bernhard im Klavierunetrricht kennen und noch heute verbindet sie die Musik.
Emma führt nach Aussen hin eine perfekte Ehe und hat ihr Leben auch sonst völlig im Griff. Umso erstaunlicher ist es, dass sie sich von ihrer e-Mailbekanntschaft Leo so sehr aus der Bahn werfen lässt. Sie versteht sich plötzlich nicht mehr mit ihrer besten Freundin Mia, sie zieht sich von Bernhard zurück und denkt nur noch an Leo. Er ist für sie die „Aussenwelt“, die sie als Abwechslung zum Familienalltag braucht.

Emmi schreibt stets sehr zynisch und teilweise gar aggressiv. Aus ihren Mails kann man herauslesen, dass sie sehr viel Wert auf ihr Äusseres und dasjenige der Männer legt. Generell hält sie jedoch nicht sehr viel vom anderen Geschlecht und ist deswegen sehr überrascht, dass Leo sie trotz all ihren Macken noch immer attraktiv findet.


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30 Kommentare

  1. Es ist einfach erstaunlich, wie sich zwei Menschen, die sich nicht kennen,soviel schreiben können. Einfach einer der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur 🙂

  2. Es ist ein unglaubliches Buch. Faszinierend von der ersten Seite weg und es wird nie langweilig. Vom Ende bin ich leider etwas enttäuscht, aber dazu kann sich ja jeder seine eigene Meinung bilden. Dennoch: Grandioses literarisches Werk der heutigen Zeit. 🙂

  3. habe das Buch soeben fertig gelesen.. es ist mit Spannung geschrieben und man ist beim lesen genauso neugierig wie Emmi oder Leo. Tolles Buch!
    Lohnt sich zu lesen!

  4. Das Buch ist total spannend, ich musste die ganze Zeit weiterlesen !!! :)Nur das Ende ist so dumm (vor allem die Emmi nervt mich zum Schluss) 😛

  5. Hab das Buch gerade fertig gelesen und finde es eigentlich ganz gut. Das Ende gefällt mir aber nicht… deswegen freu ich mich schon auf den zweiten Band. Muss ein Referat drüber halten… dafür ist es dann doch nicht so gut….

  6. Eigentlich ein gutes Buch, oft aber etwas übertrieben in den Formulierungen, bestimmt nicht etwas für Jedermann aber wie gesagt interessant und man erkennt sich in der heutigen Zeit in den Dialogen wieder..

  7. Ich finde einerseits das dass Buch okey war, aber dennoch finde ich dass es zwischendurch echt faad geschrieben war, und dass es sehr sehr viele Bücher gibt die besser sind, doch es jetzt auch nicht extrem schlecht. 🙂

  8. Wir mussten das Buch in der Schule lesen und dafür extra kaufen, und ich muss ehrlich sagen, dass es nicht mein Geschmack ist. Es war teilweise spannend, teilweise jedoch sehr langweilig geschrieben und hätte ich es nicht lesen müssen, hätte ich es definitiv nicht getan.

  9. Handlung dreht sich zu oft im Kreis, deshalb wurde es für mich nach einer Zeit mühsam zu lesen und langweilig. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass andere Leute so etwas mögen.

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