Literaturepoche - Aufklärung

Epochen: Aufklärung (1720 – 1800)

Geschichtlicher Hintergrund

Der Auslöser für die Epoche der Aufklärung war die Auflehnung des dritten Standes, welcher sich im Jahre 1789 in der Französischen Revolution entlud. Die Menschen waren vor allem mit der Ständegesellschaft unzufrieden und begannen Kritik am politischen System auszuüben. Sie haben realisiert, dass sie sich aus der Unmündigkeit durch Kirche und Staat befreien müssen, da sie von Natur aus Rechte und Fähigkeiten besitzen, die sie ausleben wollen. Dazu passend der Leitspruch von Immanuel Kant: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“

Basierend auf diesem Leitspruch begannen sich die Menschen in allen Lebensbereichen zu emanzipieren. Die Religion wurde kritisch hinterfragt, die Forschung erlebte einen grossen Aufschwung, die Geschlechterrollen wurden angezweifelt und auch die Natur wurde erstmals als etwas Schönes betrachtet und nicht als etwas Angsteinflössendes. Auch in der Literatur änderte sich einiges, denn die Menschen hatten nun das Bedürfnis, sich zu informieren, zu forschen und zu lernen. Aus diesem Grund entstand eine literarische Öffentlichkeit und die Literatur verbreitete sich so weit wie nie zuvor. Auch die Schreiber konnten erstmals von ihrer Arbeit leben und konnten schreiben, wie und worüber sie wollten. So entstanden neue Gattungen wie beispielsweise das bürgerliche Trauerspiel, die Parabel, die Fabel oder der Aphorismus.

In der Aufkärung wurde auch die Philosophie immer wichtiger und bedeutender. Dabei gab es zwei Hauptströmungen: Die eine war der Rationalismus (Gebrauch des Verstandes), der vor allem in Frankreich beheimatet war, und die andere der Empirismus (Durch Experimente erkennen, was wahr ist), der aus England stammte.

Der Name Aufklärung stammt aus der Meteorologie und ist metaphorischer Natur. Er steht sinnbildlich für das Licht, dass die Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit führen soll und sie dazu anspornt, alles kritisch zu hinterfragen und zu selber zu denken.

Themen der Epoche

In der Aufklärung wurde vor allem die Forschung und die Emanzipation von den bisherigen Lebensweisen zelebriert. Daher entstanden in vielen Bereichen wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Themen befassten wie der kritischen Überprüfung der traditionellen Ideen, den Menschenrechten, dem absolutistischen Staat, der Philosophie und vielem mehr. Es entstanden äussert wichtige Werke, die auch heute noch von grosser Bedeutung sind, wie beispielsweise der Contract Social von Rousseau, der noch heute die Grundlage für die demokratische Staatsform bildet. Auch der Aufschwung der naturwissenschaftlichen Forschung war nicht mehr zu bremsen.

Formale Besonderheiten

Es entstand eine grosse literarische Formenvielfalt mit vielen verschiedenen Gattungen der Lyrik, der Prosa und der Philosophie.

Repräsentative Werke und Autoren

  • „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing
  • „Miss Sara Sampson“ von Gotthold Ephraim Lessing
  • „Die Betschwester“ von Christian Fürchtegott Gellert
  • „Vom Geist der Gesetze“ von Montesquieu
  • „Contract Social“ von Jean-Jacques Rousseau
  • „Kritik an der reinen Vernunft“ von Immanuel Kant

4 Kommentare

  1. Gute Informationen!
    Muss eine Tabelle für Deutsch ausfüllen.
    Eigentlcih sollten wir das Thema vom letzten Jahr wiederholen, hatten es aber gar nicht.
    Deshalb müssen wir die jetzt als Hausaufgabe machen.

  2. Joaaaaaa nice nice 😀 #thx brauch das für ne vorbereitung für einen Vortrag / Handout für Prüfung / Referat eine Stunde Infos rausaugen/-schreiben aber heeey bin fertig 😛 danke nochmal/Schrägstrich//////
    #ich#scheiß#auf#Hashtags#

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